PANDORAS LETZTE GABE


"Oft kopiert, nie erreicht" - dieses lakonische Attribut wirklich relevanter künstlerischer Leistungen und Werke haftet auch meinem "PANDORA"-Zyklus an, den Sie hier N.A. EICHLER - PANDORAS LETZTE GABE besichtigen und selbst bewerten können - bevor Sie "PANDORAS LETZTE GABE" (1995) demnächst auch als Kunstmappe in kleiner Auflage hier käuflich erwerben können (im "INCREDIBLE ART-SHOP"/ s. Kopfleiste).

Auch dieses Kunst-Konzept wurde mir von der Okkult-Mafia, entlang ihres stupide-stereotypen Terror- und Vernichtungs-Prinzips: "Was wir nicht verhindern können, das müssen wir zunichte machen" (und was sie nicht zunichte machen können, das wollen sie (mit) "hervorgebracht" haben), sofort nach Fertigstellung gestohlen und zur Vernichtung und Entwertung "weitergereicht": Diesmal an Wolfgang Niedecken. Kaum ein Jahr nach Fertigstellung meiner Kunstmappe erschien dessen neue CD mit dem aufgepfropften Titel "Pandora" - ohne daß er selbst zu diesem Thema irgendetwas zu sagen oder auch nur ein Song der CD irgendeinen Bezug zu diesem Thema gehabt hätte. Hauptsache, der "Thementitel" und das Motiv waren fremdbesetzt und für den eigentlichen Urheber entwertet, banalisiert - "unwirksam" gemacht. Und wer fragt schon heute, im Zeitalter der Hülsen, Fassaden, Etiketten, Abziehbild-Repräsentationen, noch nach Inhalten, Aussagen, Botschaften, wirklichen Mitteilungen ?

Ich jedenfalls bin an nichts anderem interessiert als an Inhalten, Aussagen, Mitteilungen - denn nichts fehlt in unserer orientierungslosen Zeit heute mehr als wirkliches Denken - Denken, das das Verständnis der Welt voranbringt, erhellt, orientiert. "Kunst" als bloßen Dekorationsmüll für ohnehin mit vielen Schichten von Bildern und Abziehbildern tapezierte Innenräume menschlicher Lebenswelten und Köpfe gibt es im Übermaß, und wäre nicht der Hunger nach Orientierung, Aussagen, Inhalten bei allen Menschen größer als ihr Verdruß, immer wieder mit gemalter Sinnleere und Belanglosigkeit irritiert und desorientiert zu werden, hätte dieser kommerzielle Galeriemüll nicht einmal mehr die Chance, überhaupt noch zur Kenntnis genommen zu werden. So wird er sich lediglich verflüchtigen, wenn er seinen kurzlebig-banalen Ästhetikreiz eingebüßt, seine Schalheit und buchstäbliche Wertlosigkeit durch Abnutzung erwiesen hat.

Meine "Pandora"-Kunstmappe ist ein beispielhaft-repräsentatives Manifest meines ganz anderen, konsequent inhaltlichen, sinnstiftenden, von postmodernen Leerlaufschwätzern und Nihilismuspinseln abwegig als "überkommen" betrachteten, in einer Zeit verloren gegangener Werte und Inhalte aber erst recht wieder als zukunftsweisend und avantgardistisch zu verstehenden Kunstverständnisses, und sollte als solches goutiert und genossen werden.

Aber lesen Sie zuerst die "Einleitung", die auf zwei Blättern die Grafiken der Mappe begleitet:



PANDORAS LETZTE GABE

Wenn Pandora das Synonym, die  Metapher für die "Ver-äußerlichung" des Menschen, die entseelte Natur, das Faszinosum der Physis, des Vergänglichen, das Blendwerk des Scheins sein soll, und ihre "Büchse" (oder "Faß") die "Strafe", die üblen und notwendigen Begleiterscheinungen der Verblendung, des falschen Verständnisses und Verhaltens des Menschen gegenüber der Welt der Phänomene, dann ist in diesem Mythos nichts anderes ausgedrückt als in der buddhistischen und, in letzter Konsequenz, in jeder spirituellen Lehre aller Kulturen des Planeten: Daß der Materie, der Physis zu leben und sie als die einzige oder zumindest wichtigste Realität anzusehen im Gefolge alle Übel wie Leiden, Krankheit, Tod, Unwissenheit mit sich bringt. Daß der vergebliche Versuch, die äußere Natur mit ihren eigenen Mitteln, nämlich denen der Physis und der Materie, zu beherrschen und von ihren Gesetzen (des Werdens und Vergehens) unabhängig zu werden, lediglich das Bemühen eines Sisyphos darstellt. Daß die wirkliche Befreiung, Schönheit, Unsterblichkeit, oberhalb der Natur, im Geiste liegt, von wo aus allein sich die "niedere", die äußere (physische) Natur verstehen und steuern läßt, ohne daß der Geist des Menschen (und damit er selbst) zum Objekt ihrer Gesetze und Eigenschaften, ihrem blinden Diktat und damit ihren Konditionen unterworfen wird, mit allen bekannten und gefürchteten Konsequenzen. Daß es also den Geist der Natur zu verstehen gilt - und nicht ihre willkürlich scheinende Phänomenologie zu steuern oder gar "beherrschen" zu wollen. Denn dies führt zu nichts anderem als der zweiten Öffnung von Pandoras Büchse und dem Empfang ihrer letzten Gabe: Der (Selbst-) Vernichtung von dem, was wir unter Natur verstehen, schlechthin.


Zur Besichtigung der Kunstmappe "PANDORAS LETZTE GABE" geht es hier  entlang.

Zurück zur "INCREDIBLE ARTSITE" und hierher, auf diese Seite, finden Sie sicher ganz von selbst.

In Ihre "heile Welt" dagegen vielleicht, hoffentlich, nicht mehr ganz so leicht.



* * *



"Unser Gefühl für Natur gleicht der Empfindung des Kranken für die Gesundheit."

(Friedrich Schiller)