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M  A  I  N  H  A  T   T   A   N 

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FSDS

Frühling in Mainhattan


VORSICHT, KAMERA!


Endlich: Der Frühling ist da, oder besser: schleicht sich langsam an, wärmt und erhellt zunehmend auch die Tage in Frankfurt. Und was könnte es im Frühling Schöneres geben als ausgiebig zu Schaufensterbummeln und zu MAINHATTAN LIVE Shoppen. Aber, alle Frankfurter: aufgepaßt! Ob auf dem Weg vom oder zum Shoppen, oder beim Einkaufen selbst - vom 7. April bis 19. Mai 2010 ist der Großraum Frankfurt ein ganz heißes Medien-Pflaster, eine einzige große Freilandkulisse und ein Großraum-Drehort. Denn an den unterschiedlichsten Orten drehen Kamerateams des Hessischen Rundfunks für die ARD einen neuen Fernsehfilm: eine "bittersüße Tragikomödie über die Irrungen und Südfrüchte - vitaminreich und erfrischend Wirrungen des Lebens" (Blitz-Tip, 10.4.2010), einen "anrührenden Film über die Liebe, die Freundschaft und den Tod", und was sonst noch alles beim Shoppen, beim Essen und Trinken und Konsumieren im Leben passiert. Und wenn Sie nicht auf der Hut sind, kommen Sie vielleicht noch selbst darin vor. Vor allem beim Shoppen, Einkaufen, Schnäppchen-Machen sollten Sie umsichtig sein, damit Sie nicht versehentlich mitten in einer Liebes- oder Action-Szene als Statisten auftauchen, von den Protagonisten des Geschehens ablenken und ihnen die Schau stehlen.

Auch und gerade Kinder sollten, auf dem Schulweg wie auch in der Freizeit, vorsichtig sein, um nicht - ohne es zu ahnen - in die zufällige, Das gesunde Pausenbrot "alltägliche" Stilisierung platter Filmszenen einbezogen zu werden, ohne jemals einen Cent Honorar dafür zu bekommen, mit dem sie ihr sicher immer zu knappes Taschengeld ein wenig aufbessern könnten. Auch ein Pausenbrot gibt's selten umsonst, Schulmahlzeiten sind noch längst nicht überall selbstverständlich, und das Geld liegt schließlich auch im Zeitalter des fortgeschrittenen Neoliberalismus keineswegs auf der Straße - falls es da, die Spießerstammelsprachen-Idiomatik mal wieder hinterfragend, überhaupt jemals wirklich zu finden gewesen sein sollte.

Natürlich geht auch in diesem Frühjahr nichts über frische Tomaten zu einer köstlichen Bologneser-Soße, ebenso wie zu einem Büffel- Zum Passieren zu schade - frische Tomaten Mozzarella, selbst wenn mal kein Basilikum zur Hand sein sollte. Ein Krümelchen reifen Parmesans wird sich dagegen vielleicht eher finden lassen, dazu ein Sträußchen aus den südlichen Kräutergärten - also Rosmarin, Thymian und Bohnenkraut -, ein Spritzer alten Balsamicos und etwas Oregano für den "typisch italienischen Geschmack", und wem das Hackfleisch fehlt, zerbrösle sich einfach eine übriggebliebene Hamburger-Fleischeinlage, nicht ohne eventuelle Ketchupreste zu entfernen. Und immer daran denken: In der allergrößten Not / schmecken "Vongole" auch ohne Brot.

Vor allem aber sollten Sie beim Schuhe-Shoppen vorsichtig sein - die Kameras sind überall, und ehe Sie sich's versehen, sind Sie als eine der unerträglichen Zicken gemazt, die sich vom stupiden Spießer-Mediengeschwätz, Frauen seien Frauen und Schuhe - eine zeitlose Passion Schuh-Fetischistinnen, zu einer solchen haben verblöden lassen und nun meinen, auch für alle den debilen Schuh-Freak mimen zu müssen, um "weiblich" zu erscheinen. Zwar werden von den großen Herstellern die Schuhe für unsere Märkte ohnehin nur noch als billig-fernöstliche Wegwerfware produziert, deren einfache Reparaturbesohlung schon teurer wäre als der Kaufpreis eines neuen Paares, an dem bereits mehrere Zwischenhändler ihre "Wertschöpfung" abgeschöpft haben. Allzu leichtfertige Einkäufe, mit der snobistischen Négligeance der leichtfüßigen, gedankenlosen Mode-Verbraucherin, sollten Sie trotzdem auf die Zeit nach den Drehtagen verschieben, weil sie in der aktuellen Wirtschaftslage doch sozial ein wenig kompromittierend wirken könnten.

Zumindest vor laufender Kamera. Denn Sie wissen ja: Die Neidgesellschafter sind heute überall - und meistens gerade da, wo man am wenigsten mit ihnen gerechnet hat.


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Live from the 60ies


THE KINKS - Dead End Street


DEAD END STREET

       There's a crack up in the ceiling,
       And the kitchen sink is leaking,
       Out of work and got no money,
       A sunday joint of bread and honey.

       What are we living for?
       Two-roomed apartment on
       the second floor.
       No money coming in,
       The rent collector's knocking,
       trying to get in.

       We are strictly second class,
       We don't understand,
       Why we should be in dead end street.
       People are living in dead end street,
       Gonna die in dead end street.
       Dead end street, Yeah!
       Dead end street, Yeah!

       On a cold and frosty morning,
       Wipe my eye sand stop me yawning,
       And my feet are nearly frozen,
       Boil the tea and put some toast on.

       What are we living for?
       Two-roomed apartment on
       the second floor.
       No chance to emigrate,
       I'm deep in debt and now
       it's much too late.

       We both want to work so hard.
       We can't get the chance.
       People live on dead end street,
       People are dying on dead end street,
       Gonna die on dead end street.
       Dead end street, Yeah!
       Dead end street, Yeah!

       Dead end!
       People live on dead end street.
       Dead end!
       People are dying on dead end street.
       Dead end!
       Gonna die on dead end street.
       Dead end street, Yeah!
       Head to my feet, Yeah!
       Dead end street, Yeah!
       Dead end street, Yeah!


(THE KINKS, 1966/
"Dead End Stret")


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Angela Merkel kommt nach Frankfurt

Angie kommt nach Frankfurt


Ganz Frankfurt freut sich: Angela "Angie" Merkel kommt, und mit ihr lauter bekannte Stifter, darunter Jutta Speidel und Florian Langenscheidt, vor allem aber Jens Mittelsten-Scheid, dem, wenn nichts dazwischenkommt, bei der Gelegenheit der diesjährige "Deutsche Stifter-Preis" verliehen wird. Vom 5. bis 7. Mai treffen sich hier in Frankfurt rund 1500 Stifter und Gleichgesinnte zum größten Stifter-Treffen Europas, einer rein deutschen Veranstaltung mit über 70 Einzel-Events.

Angela Merkel kommt nach Frankfurt

Jutta Speidel ist, neben ihrer Bekanntheit aus Film, Funk und Fernsehen, vielfache Preisträgerin, darunter "Bambi" (1977), 3 "Bravo Ottos" (1977, 1978, 2002), "Goldener Wuschel" (2002), "Goldene Europa" (2002), "Bayrischer Poetentaler" (2003), "Bundesverdinstkreuz" (2005), "Bayrischer Fernsehpreis" (2006), "Deutscher Fundraising Preis" (2007). Florian Langenscheidt ist ein bekannter und vielseitig engagierter "Business Angel" und unter anderem der Herausgeber des in seinem eigenen "Verlag Deutsche Standards" erschienenen Buchs: "Das Beste an Deutschland - 250 Gründe, unser Land zu lieben". Und der Preisträger Jens Mittelsten-Scheid leitet inzwischen die von ihm 2007 herbeigeführte Fusion der von ihm 1982 gegründeten "anstiftung"-Stiftung mit der 1973 von seinen Eltern gegründeten "ertomis"- (Erich und Totti Mittelsten-Scheid-) Stiftung und der von ihm 1993 gegründeten Stiftung Mittelsten-Scheid, die sich jetzt "anstiftung&ertomis"-Stiftung nennt und unter anderem "innovative Beiträge von Migrantinnen und Migranten im Bereich Nachhaltigkeit" in Deutschland fördert, wie Sie auf seiner Stiftungs-Homepage besichtigen können.

Angela Merkel kommt nach Frankfurt

Die Stiftungs-Preisverleihungs-Rede, die Angela Merkel halten wird, dürfte wieder bedeutende Zeichen im Horizont unserer kulturellen und geistigen Orientierung hinterlassen - wie schon ihre Rede anläßlich der Verleihung des "Deutschen Ehrenamt-Preises" am 14.3.2010, mit der Sie sich zur Vorbereitung auf die Frankfurter Festlichkeiten Anfang Mai schon einmal gebührend einstimmen können. Unter anderem sagte sie: "Wenn Politiker über bürgerschaftliches Engagement sprechen, dann muss man aufpassen..., dass man nicht sagt: Na ja, der Staat hat es gern billig, ein bisschen preiswerter, einfacher. Aber braucht er sich nicht zu kümmern, vernachlässigt er seine Aufgaben." Der alte, antikapitalitische Hut von linken Sozialromantikern, daß Stiftungen und Benefiz-Veranstaltungen das Armutszeugnis eines asozialen Staates seien, da sie eine Almosen-Kultur als Ersatz für menschenwürdige Sozialordnungen propagieren, scheint ihr nicht ganz unbekannt zu sein, wenn er ihr auch nicht zu passen scheint. Alles Nähere zur Verleihung des diesjährigen Preises an Jens Mittelsten-Scheid jedenfalls können Sie bis zu den Veranstaltungen jeweils hier mitverfolgen.

Das MAINHATTAN JOURNAL wünscht allen Teilnehmern und Interessenten der Veranstaltungen in Frankfurt viele erhellende Tage.

(April 2010)