
M A I N H A T T A N
Ostern 2010

Keine Chance für Kleinohrhasen
Diese Jungs machen es richtig - zum ausgiebigen Picknick beim österlichen Radausflug am Mainufer entlang geht's sofort auf den Baum. Das ist luftig, bequem, und die Um- und Übersicht ist viel besser. Auch und gerade, was die aktuelle Gefahrenlage um die Feiertage herum angeht.
So haben die gefährlichen Kleinohrhasen keine Chance - denn klettern können die überhaupt nicht. Und werden wohl nach Ostern erfolglos und frustriert wieder das ko(s)mische Weite suchen.

Oooh, when I was a small boy,
Well, I could see the magic in a day,
But, now I'm just a poor boy,
Maybe it's the price you have to pay,
If you lock your dreams away,
If no-one wants to listen
What's the story.
I wish I'd been a minstrel,
Just think of all the maidens I could call.
Oh, I wish I'd been a gypsy,
Then maybe I could read the crystal ball.
'Cause surrounded by these walls,
Just makes me feel uneasy.
I said hey, Sister Moonshine,
Won't you send me a little sun.
I said hey, Sister moonshine,
Who's a stranger to everyone.
So, make us laugh,
Make us all cry,
Make us all give,
Make us all try.
Give us a secret,
show us the light.
Well, strike up the music,
light up the sky.
If I was a lion,
I could be the king off all the plains,
If is was an eagle,
Maybe I could fly above the rains,
Fly above the pain.
But, I know I'm only foolin'.
I said hey, Sister Moonshine,
Won't you send me a little sun,
I said hey, Sister Moonshine,
Who's a stranger to everyone.
I said hey, Sister Moonshine,
I said hey, Sister Moonshine,
I said hey, said hey,
I said hey, Sister Moonshine.
"Crisis ? What Crisis ?")
Jetzt wissen wir es genau: Frankfurt ist besser als sein Ruf - zumindest aus der Sicht der Investoren und Kapitaleigner. Das "Foreign Direct Investment"-Magazin hat anläßlich der weltgrößten Immobilienmesse MIPIM in Cannes die Ergebnisse der jährlichen Rankings im "European Cities and Regions of the Future"-Vergleich bekannt gegeben - und Frankfurt siegte in den Kategorien "Beste Großstadt Europas" sowie als "Großstadt mit dem größten Wirtschaftspotential" und der "besten Infrastruktur". Auch in den Bereichen "Investorenfreundlichkeit" und "Lebensqualität" konnte Frankfurt vordere Plätze belegen.
Dann müssen sich die Baumjungs ja keine Sorgen machen - die Zukunft Frankfurts sieht rosig aus. Und wenn sie nicht doch irgendwann den Kleinohrhasen zum Opfer fallen, dann könnten sie vielleicht irgendwann statt vom Baum am Mainufer aus über die Skyline der Stadt den Blick von den oberen Etagen der Commerzbank aus über die Kübelpflanzen des Hochhaus-Innenhofs schweifen lassen. Natürlich nur, wenn ihre Eltern und alle anderen Frankfurter weiterhin viel shoppen und konsumieren, und ihnen immer schöne Mountain-Bikes für ihre Ausflüge am Mainufer kaufen, nie ihren Job verlieren und irgendwann von Hartz IV leben müssen, und sie selbst bald nur noch sich und ihre Karriere im Blickfeld halten.
Dann wird alles gut - über alle künftigen Ostern hinaus.




