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Sonne gefällig ?


Wenn jemand ein Buch schreibt mit dem Titel "Im Himmel kann's nicht schöner sein als hier", dann ist das eine wunderbare Sache, denn er will damit ein Loblied auf die natürliche Schönheit der Schöpfung singen und sie anderen näher bringen. Wenn jemand ein Buch schreibt mit dem Titel "Im Himmel kann's nicht schöner sein als hier", nachdem er von seiner Krebserkrankung erfahren hat, sich aber vorher sein Leben lang um ganz andere Sachen gekümmert, über andere Themen und Dringlichkeiten ausgelassen und exponiert hat wie Christoph Schlingensief, dann ist die Sachlage psychologisch und nicht weltanschaulich zu betrachten.

Nicht daß Christoph Schlingensief so besonders wichtig wäre. Aber er kann hier, was seine Dilemma angeht, als Beispiel dienen.

Wie sehr ihn die Nachricht von seiner verkürzten Lebenserwartung zum sprichwörtlichen Häufchen Elend gemacht hat, konnte man in der Sendung "Beckmann" besichtigen, auch wenn der gleichnamige Moderator, von keinerlei Mitgefühl berührt, unwirsch darüber hinweg N.A. EICHLER - SONNENSTADT IM NEBEL schnauzte und damit völlig inadäquat an seinem Gast vorbeiredete, einmal mehr nur sein defizitäres Weltverständnis dokumentierend. Aber daß "der krebskranke Christoph Schlingensief", wie er seither in den Medien nur noch stereotyp dämlich tituliert wird, nicht nur mit diesem Buch, sondern mit seiner wieder nur hektischen Aktivität "wie früher" seinem Schicksal in Panik davonzuagieren und sich absurd ans physische Diesseits zu klammern versucht, sich ein Denkmal in Afrika setzen will und andere Scherze mehr, statt sich zu besinnen und ein wenig Abstand zur Flüchtigkeit des kurzen Augenblicks an Leben auf Erden zu entwickeln, den "karmischen Auftrag" seiner Erkrankung anzunehmen und einen philosophisch distanzierten Blick auf die Vergänglichkeit unseres relativen Daseins zu entwickeln, macht ihn nur zur tragisch-komischen Witzfigur - und öffentlich zu einem schlechten Beispiel für die jährlich mehr als 400.000 anderen Krebserkrankenden hierzulande.

Dabei kann nicht nur ihm geholfen werden. Denn es gibt auf diesem Planeten längst, ignoriert und unterschlagen von den gerade von ihm zur Selbstbestätigung und Eigenvergewisserung so geliebten Medien, Orte N.A. EICHLER - SONNENSTADT IM NEBEL und Menschen, die ein besseres, richtigeres Daeins- und Weltverständnis manifest gemacht haben und jeden herzlich empfangen, der auf der Suche ist - nach Alternativen und nach sich selbst, manchmal auch nach Alternativen zu sich selbst. Einer davon ist Findhorn, wo ich selbst schon zweimal zu Gast sein durfte und nach meinem ersten, längeren Aufenthalt ein Buch darüber schrieb, das trotz beachtlicher Verkaufserfolge von den Medien bis heute ebenfalls ignoriert und auch allen sich für "gesund" haltenden Kranken dieser materialistisch desorientierten Gesellschaft unterschlagen wurde und wird.

Zur Einstimmung schlage ich Ihnen die Lektüre des nachfolgenden Findhorn-Artikels vor, den ich in meiner Zeitschrift "NEW AGE" N.A. EICHLER - SONNENSTADT IM NEBEL veröffentlicht habe. Zum ganzen Buch und seiner kostenlosen Lektüre kommen Sie ganz leicht am Ende dieses Beitrags. Und, nicht nur für Christoph Schlingensief interessant: In Findhorn ist auch Theater eines der vielen kulturellen Angebote, eine der alternativen Lebensgestaltungs-Optionen, es gibt ein eigenes Ensemble und eine Bühne. Vor allem aber, wie bei allem in Findhorn, ein ganz anderes, zeitgenössisch relevanteres Verständnis solcher Aktivitäten.

Wie Sie nach Findhorn kommen, erfahren Sie ebenfalls am Ende des Beitrags ("Star train back home again"), aber das ist ohnehin kein wirkliches Problem. Hier erst einmal der "NEW AGE"-Artikel von 1975, nur im Vorspann ein klein wenig aktualisiert und ergänzt.


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University of Light

Sackgasse Abitur ? Studienverbot durch Numerus Clausus ?
"Burn out" und kein Ausweg ? "Rat race" aus Notwendigkeit,
aber nicht aus Überzeugung ? Spätrömischer Hartz IV-Wohlstand
und grenzenlos gelangweilt ? Krank am falschen Leben
und keine Alternative ? Nutz' die Chance
zu einem Besuch der "University of Light"!
Studenten von 8 bis 80, mit oder ohne Abitur,
lernen in Findhorn nicht für's Leben. Sie lernen leben.
Ja, lies selbst!


2000 Lichtjahre von der Bundesrepublik entfernt, auf einem Planeten genannt Erde, lebt eine 200-köpfige New Age-Gemeinde so sicher in den Strahlen des göttlichen Lichts, daß sie selbstbewußt von sich behaupten kann:

WIR HABEN KEINEN TRAUM. WIR LEBEN IHN!

Wer immer seinen Fuß in die "magischen Gärten" von Findhorn setzt: Er wird sie verändert wieder verlassen. Mancher freilich verläßt sie garnicht erst wieder, bleibt, für immer verfallen der "Magie" der Liebe und eines befreiten Lebens unter freien Menschen. Denn die Veränderung, die sich hier vollzieht, N.A. EICHLER - NEW AGE ist eigentlich keine; es sei denn die Erinnerung an sich selbst und seine wirklichen Bedürfnisse für den entfremdeten Zivilisationsbürger allein schon eine radikale Änderung der Persönlichkeit. Schlimm die Umwelt, die solche Haltungen züchtet, Haltungen, die sich zur Umwelt anderer multiplizieren.

Eine andere Umwelt, die keine Haltungen zeugt, sondern jede zuläßt, so forderungslos, daß sich jeder auf sich selbst zurückgeworfen sieht und eigentlich nur eine Wahl hat, zu kapitulieren, die Rüstung auszuziehen und nackt vor den Spiegel zu treten, sich in ihm zu erkennen und zu finden, bis Bild und Ebenbild zu einer Einheit verschmelzen, und zu begreifen, daß das Leben ein Traum ist, der gelebt werden will, nicht geträumt, und daß "Erwachen" die Überwindung der Trennung bedeutet, der "Besonderheit", die Rückkehr zur Einheit: Eine solche Umwelt findet der Suchende in der Bucht von Findhorn an der schottischen Nordostküste vor, dort, wo der Findhorn River in die Förde von Moray mündet.

VORWÄRTS ZUR POESIE

200 Menschen aus aller Welt leben seit nunmehr 12 Jahren in Findhorn, Menschen jeden Alters, von 3 Tagen bis 83 Jahren, der verschiedensten Herkunft und Bildung. Fern des urbanen Siechtums unserer Großstädte leben sie nicht zurück zur Natur, sondern "vorwärts zur Poesie": Zur Einheit mit der gesamten Schöpfung. Die gelebte und wiedererarbeitete Einheit wird nicht nur in ihren Gesprächen mit den Pflanzen deutlich, als deren Beschützer und Nutznießer sie sich zugleich fühlen, sie wird vor allem auch in ihrem ständigen Kontakt zur Welt der Devas, Engel und Elementarwesen deutlich. Devas, ein Wort aus dem Sanskrit, bezeichnet jene Lichtwesen der nichtmateriellen Lebenssphären, die als Bauhelferinnen allen irdischen Lebens in der indischen Mythologie den Rang von Göttinnen innehaben - Mittlerinnen zwischen Geist und Materie sozusagen. Was aber ist der Grund, daß augerechnet hier in N.A. EICHLER - UNIVERSITY OF LIGHT Findhorn ein biologisches und soziales Paradies verwirklicht wurde - ein Garten, der vierzigpfündige Kohlköpfe hervorbringt, und mitten im Winter Rosen aus dem Schnee heraus blühen läßt, in dem exotische Eukalyptusbäume besser gedeihen als in ihrer tropischen Heimat, 100-Meilen-Winden zum Trotz, und eine Sozialität, die jedem auf Anhieb klarmacht, was Leben im New Age bedeutet: Frei von Zwängen gleich welcher Art in Harmonie mit sich und seiner gesamten Umwelt den Weg der Selbstverwirklichung zu gehen, Hand in Hand mit anderen und als aktive Manifestation des Lichts, das nicht von Neon kommt. Hier und jetzt zu sein und den Plan der Schöpfung zu erfüllen durch Fortsetzung des Schöpfungsprozesses im Diesseits, mit und an seiner Umgebung, in Harmonie mit ihr und dem Kosmos. Findhorn lehrt den Weg der Tat, nicht den Weg der Weltflucht, den Weg des Dienstes am Nächsten, nicht des Dienstes an sich selbst durch egozentrisch isolierte Erleuchtungssuche, und hat so eine Umwelt geschaffen, in der jeder sofort zu dem wird, was er ist, ein Mensch unter Menschen, begabt mit dem göttlichen Funken und unterwegs zur endgültigen Einheit im Licht. In Findhorn ist jeder sofort unterwegs, ganz gleich woher er kam, was er wollte: Plötzlich erwacht, findet er sich wieder auf dem Weg, der als einziger ein Ziel hat. Woher das kommt ? Dafür gibt es eine Reihe von Gründen, der wichtigste aber ist der Ort N.A. EICHLER - UNIVERSITY OF LIGHT selbst: Ein Fokus komischer Strahlung, mit einem unschottisch warmen Klima (nein, der Golfstrom fließt an der Westküste entlang) und einer selten klaren Atmosphäre, die jedem sofort signalisiert, daß auf diesem Ort, mehr als anderswo, Kräfte sich konzentrieren. Kräfte kosmischen Ursprungs und in ihrer Wirkung stärker als alles, was menschliche Gedanken und Handlungen ihnen entgegenzusetzen haben. Wirkungen der göttlichen Allmacht, die offensichtlich wird, offenbar. Und nicht weniger als eine Offenbarung ist, was den Besucher in Findhorn erwartet - so sein Karma bereit ist, wie Ram Dass sagen würde. Diese Offenbarungen leiten in der Regel den Prozeß der persönlichen Tranformation ein, der Bedingung ist für ein wirklich lichtvolles, von den psychischen und persönlichen Bedingungen des "Old Age" befreites Leben.

OFFENBARUNG - DIE GEBURT DER NEUEN ZEIT

In der wundervollen Community von Findhorn ist das Neue Zeitalter längst zur banalen Tatache geworden - trotzdem wird es von jedem in jedem Augenblick neu glücklich und verwundert empfangen. Und so ist die kumulierte psychische Energie von 200 glücklichen (wirklich glücklichen) Menschen wichtiger Bestandteil der "Ausbildung", die der "Student" in Findhorn erhält. Ein biologisches Energiefeld inmitten eines biologischen und sozialen Paradieses, das ein ideales Environment darstellt für die spirituellen Erfahrungen jedes Einzelnen. So, gefördert von lachenden, liebenden Menschen ist spirituelle Erfahrung und "Religio" keine Sache mehr von stumpf erzwungener Schneidersitzhockerei, sondern eine alltägliche, in jeder Handlung, jeder Wahrnehmung enthaltene Gegebenheit. Die "Offenbarung" der Allgegenwart Gottes - zumindest - findet ununterbrochen statt, tatsächlich und von keinem noch so materieberauschten Skeptiker zu leugnen.

DIE UNIVERSITY OF LIGHT

Um diesem "Education value" von Findhorn auch im Äußeren den jedem zugänglichen Rahmen zu geben, und auch um mehr zu sein als lediglich ein lebendiges Museum einer realisierten Utopie, hat die Findhorn-Community vor nun gut einem Jahr die "University of Light" gegründet, der Welt erste Universität des Lichts. Kurse und Seminare über Gruppendynamik, Astrologie, biodynamischen Anbau, Folk-Tanz, N.A. EICHLER - SONNENSTADT IM NEBEL esoterische Wissenschaften und andere fanden ohnehin schon seit langem statt, und Lehrer und Lektoren kamen aus aller Welt, aus den australischen Centers ebenso wie aus Lindisfarne in New York. Nun wird dieses Ausbildungsprogramm zum regulären Ausbildungsbetrieb ausgeweitet, ein Universitätsgebäude steht bereits in den Grundmauern, und voraussichtlich schon in diesem Herbst wird in ihm der Lehrbetrieb beginnen. Neben den genannten Themen werden alle Bereiche von "New Living" im Programm sein, außer den vielen Krativ-Disziplinen, die ja schon heute wesentlicher Bestandteil der Community-Arbeit sind: Weben, Drucken, Malen, Töpfern, Fotografieren, Theater, Musik, Light-Show, Literatur und andere mehr. Wer genaueres wissen möchte, schreibe bitte an die Findhorn Foundation (FINDHORN FOUNDATION, The Park, Findhorn Bay, Forres, Moray, Scotland), und ausführlich ist alles auch beschrieben in meinem Buch "Sonnenstadt im Nebel".

DER TRIP, DER LEBEN HEISST

Die Ausbildung an der "University of Light" ist die substantiellste und wirkungsträchtigste, die du dir vorstellen kannst - und deine Vorstellungskraft reicht bei weitem nicht aus. Wer allerdings auf der Jagd nach Diplomen und Titeln ist, sieht sich enttäuscht: Der einzige Studiennachweis ist die gewonnene Lebenshaltung. Die aber ist so nachhaltig und durchschlagend, daß zwei ehemalige Findhorn-Leute, nach ihrer Rückkehr in Kalifornien von alten Freunden verwundert gefragt: "What are you into ?", sich verdutzt in die Augen schauten und lachend antworteten: "I don't think we're into anything!"

(1975)


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STAR TRAIN BACK HOME AGAIN

    "Star train back home again"


"Licht geschnuppert ?" Wenn Sie mehr erfahren wollen, bevor Sie die Koffer packen, um ein Studium an der "University of Light" zu beginnen, dann lesen Sie doch mal 'rein: Nur für Sie habe ich das gesamte Buch "Sonnenstadt im Nebel" hier ins Netz gestellt - in seiner ersten, bibliophilen Fassung, für die ich eine eigene Kalligrafie entwickelt habe und ihr erster Verleger (W. Jünemann/IRIS-Verlag) sich N.A. EICHLER - SONNENSTADT IM NEBEL ausnahmsweise einmal selbst übertroffen und das ihm druckfertig gelieferte literarisch-grafische Kleinod auch kongenial verlegt und gedruckt hat. Ich wünsche jede Menge Erhellung und Inspiration bei seiner Lektüre. Und vergessen Sie dabei nicht, daß ich das Buch nur geschrieben und bei der Niederschrift alle mir damals zur Verfügung stehenden literarisch-sprachlichen Mittel dafür eingesetzt habe, um den Leser nach Findhorn zu bringen... - was nicht nur damals, nach seinem Erscheinen (drei Auflagen haben sich in relativ kurzer Zeit verkauft) bestens gelungen ist, sondern auch heute noch mühelos gelingen wird.

Wetten, daß ?

Zum Buch geht's hier entlang.

Und da nach Findhorn.


(Feb. 2010)