N.A. EICHLER - ARTSHOP-LOGO

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ARTSHOP IM SEPTEMBER

N.A. EICHLER - 'SEPTEMBER ELEVEN'-BLUE

N.A. EICHLER
"SEPTEMBER ELEVEN"

Ein grafisches Denkmal


In diesem September jährt sich das historisch gewordene Datum "9/11" zum neunten Mal - und immer noch sind die Ereignisse im öffentlichen wie in aller persönlichem Bewußtsein noch nicht richtig verstanden, geschweige denn wirklich "verarbeitet". Insbesondere ihre erschütternde Wirkung auf das Bewußtsein und die Psyche aller Zeugen und "Zuschauer", die das Geschehen weltweit an den Fernsehbildschirmen in allen Einzelheiten und Phasen verfolgen konnten - und nicht wußten, ob sie wach sind oder träumen, ob sie einen "Film" oder "die Wirklichkeit" sehen. Und die Wunden ("das Trauma") gehen tiefer, als Sie es vielleicht ahnen oder es sich einzugestehen wagen.

Die moderne Medientechnik, insbesondere aber die amerikanische Filmkultur, die traditionell schon immer gern alle Grenzen zwischen Fakten und Fiktion, zwischen "Movie" und "Reality" verschoben, aufgehoben und überschritten hat, indem in fiktionalen Filmen immer wieder reale Personen und Ereignisse des Zeitgeschehens "eingebunden" werden, um ihren buchstäblich hirnrissigen "Fiktivrealismus" zu erzeugen (bis hin zu solch massiven Denkapparat-Attacken, daß in einem Kriminalfilm ein Film-Detective zum anderen sagt: "Junge, wir sind nicht Starsky und Hutch - das hier ist die Realität!", oder daß ein Original-Präsident Bush im Filmgeschehen auftritt), hat in unseren Bewußtseinen eine durchaus beabsichtigte, weil vom Staat zu manipulativen Zwecken nutzbare, verhängnisvoll destruktive Wirkung auf Denken, Verstand und Urteilsvermögen gehabt. Die durch Schule und Kultur erworbenen Denkkategorien und Kognitionsraster wurden durch diese "Dauer-Gehirnwäsche als kulturelle Normalität" schon seit langem systematisch und umfassend deformiert und gelöchert, sodaß in allen unseren Köpfen, und heute mehr als je zuvor, ein nur noch bedingt orientierungsfähiges Urteilsvermögen einer halluzinativ "erweiterten", obendrein komplex "globalisierten", aber eben nur medienvermittelten "Realität" gegenübersteht - und der einfach nicht mehr ganz gewachsen ist.

Nur vor dem Hintergrund dieser Medien- und Kognitionsbetrachtung wird es nachvollziehbar und verständlich, welchen schockierenden "Impact" die Ereignisse und vor allem die Bilder des 11. Septembers 2001 auf unser aller Lebensverständnis und unsere Wirklichkeitswahrnehmung gehabt haben - warum diese Ereignisse und Bilder unser Bewußtsein so erschüttern konnten. Nicht die "paar tausend Tote" waren es, und nicht die "einstürzenden Gebäude", die gewohnten Wahrzeichencharakter für die Stadt New York hatten. Wir werden seit Jahrzehnten von beachtlichen Opferzahlen aus allen Teilen der Katastrophen- und Kriegswelt bewegt, und Gebäude werden immer wieder einmal "beseitigt" - die Zahlen und Bilder sind wir gewohnt. Es war auch nicht die Tatsache eines feindlichen Angriffs, einer erfolgreichen Terror-Attacke auf die USA, die alle Gehirne aus den Puschen rutschen ließ. Zu oft hatten amerikanische Bomber in den letzten fünf Jahrzehnten mit emotionsfreier, mechanischer Präzision ganze Städte und Dörfer ihrer jeweiligen Feinde in Schutt und Asche gelegt, Tausende an Toten als bloß statistische "Kollateralschäden" produziert, während die amerikanische Bevölkerung bei Popcorn und Dosenbier am Bildschirm saß und kaum noch hinschaute, dem kommenden Football-Spiel des Wochenendes entgegenfiebernd. Und nun verspürten sie eben zum ersten Mal in ihrer Geschichte das von ihnen "Overseas" so oft und oft so bedenkenlos produzierte Kriegs-"Feeling" - wenn auch nur punktuell, für einige Stunden - selbst, bei sich zu Hause, im eigenen Land, am eigenen Leib.

Nein - es war die Erschütterung der Bilder, das Erbeben der Wirklichkeits-Strukturen unseres nur aus Medienbildern erstellten Bewußtseins, die von fliegenden Abrißbirnen erst angeschlagen wurden, sich dann nicht mehr erhalten konnten und schließlich kollabierten, in sich zusammenstürzten in einer Wolke aus Staub und Asche, aus der es für unseren Weltverstand kein Auferstehen mehr gab. Kein Auferstehen mehr geben konnte - denn die Konstruktion unseres "ganz normalen", alltäglichen Wachbewußtseins und Weltverstandes war zuvor schon fragil, halluziniert "irreal", basierte nicht auf klaren Paradigmen und Prämissen einer nüchternen, fiktionsfreien Wirklichkeitsbetrachtung und -verarbeitung, schon lange nicht mehr, war längst ein nur noch mediell erstelltes Blend-Konstrukt einer "Realität", die in der Realität keine Entsprechung mehr hatte. Bestand nur noch aus "Bildern", nicht mehr aus ihrem "Verstand". Und deshalb waren nicht Empörung, Trauer, Wut die Reaktion der Bewußtseine dieser Welt auf die Bilder der Ereignisse - sondern Fassungslosigkeit, Orientierungsverlust, Kognitionsamnesie. Es hatte kein destruktiver Akt an den materialisierten Monumenten des "American way of life" stattgefunden, sondern an den illusionären Strukturen unserer Vorstellungen von Wirklichkeit, den "Innenwelt-Tapeten", in denen das Bewußtsein der Menschen in den westlichen Ländern "zuhause" war und heute wieder, immer noch ist - den halluzinativen Repräsentationen von Dauer und Verläßlichkeit einer sichtbaren, wenn auch kaum mehr wirklich verstandenen und schon gar nicht greifbaren, dingfesten "Realität".

Keineswegs nur nebenbei zu bemerken ist dabei die Tatsache, daß sich nur in unseren westlich-verblendeten Bewußtseinsstrukturen diese destruktive Wirkung der Ereignisbilder manifestierte - sie in anderen Ländern und Kulturen dagegen lediglich faktisch und nüchtern wahrgenommen wurden, also mit "intakten" Bewußtseinsstrukturen, die der westlichen Bilder-Kulturideologie-Gehirnwäsche nie ausgesetzt waren, und deshalb auch nicht zur Kollabierung ihres Kognitions- und Orientierungshorizonts führen konnten.

Alle diese Sachverhalte wurden nie erkannt, aufgearbeitet, verstanden, geklärt, unsere Gehirne und Bewußtseine deshalb bis heute nicht von ihrer Last, von ihrer Desorientierung und Erschütterung befreit - nie eine wirklich intakte, funktional brauchbare und "gesunde" Bewußtseinsstruktur in verläßlichen Paradigmen und Eckwerten ("wieder") hergestellt: Wir sind nach wie vor, bis heute, destabilisierte Bewußtseins-Opfer des 11. September, und werden es noch so lange bleiben, bis diese Aufarbeitung endlich vorgenommen und geleistet wurde. Bis dahin bleiben unsere Bewußtseinsstrukturen in Teilen weiterhin die Ruinen, die die Attentäter am "Ground Zero" hinterlassen haben, nur behelfsmäßig eingezäunt und durch Gewohnheit halbwegs begehbar gemacht, aber nach wie vor jeder ernsthaften Nutzung und Belastung nicht gewachsen: Nach wie vor einsturz- und desorientierungsgefährdet, fragiler und gefährdeter als zuvor. Und das bei den Problemen und Katastrophen, die unser aller Leben heute mehr denn je täglich begleiten, täglich größer und täglich gravierender, ohne daß auch nur die kleinsten von ihnen als bewältigt entfielen.

Zur Erinnerung und Mahnung daran, daß wir uns endlich der Verarbeitung der erlebten Erschütterung unseres Bewußtseins durch die Ereignisse des 11. Septembers zu stellen und sie nach wie vor erst noch zu leisten haben, und nicht nur an die Ereignisse selbst, biete ich diesen Monat meine Montage-Grafik "SEPTEMBER ELEVEN" zum Kauf an, die ich nur wenige Monate nach dem Ereignis selbst erstellte, als ich es zumindest in wesentlichen Grundzügen für mich selbst verarbeitet und geklärt hatte - vor allem auch den Impact seiner Bilder auf unsere Bewußtseinsstrukturen (siehe oben). Und dabei hatte ich bis zu diesem Tag gedacht, selbst völlig frei von den von allen weit unterschätzten Deformationswirkungen unserer Medienkultur zu sein - nicht zuletzt auch aufgrund meines souverän-distanzierten, professionellen Sachverstands und spirituellen Backgrounds.

War ich nicht, zumindest nicht vollständig - und Sie waren und sind es erst recht nicht. Meine Artshop-Grafik dieses Monats - die Foto-Montage eines legendären Plakat-Fotos der klassischen Hollywood-Ikone Humphrey Bogart vor der alltäglich banalen Kulisse des World Trade Center-Anblicks aus einer der alltäglich banalen Straßen von Manhattan - könnte da zumindest "erste Hilfe" leisten: Als dauerhafte Anregung zu ausgiebigen und nachhaltigen Reflexionen und Meditationen, und zur Rückbesinnung auf eine nüchterne, klare und so wenig wie möglich "bildverblendet-halluzinierte" Sicht auf unsere Welt. Die von "Ground Zero" ebenso wie die der ganzen, globalisiert unübersichtlichen Wirklichkeit von heute.

Die signierten Drucke sind, wie alle meine Gemälde, Grafiken, Multiples und Objekte, mit dem E.R.A.-Echtheitszertifikat (Eichler Register of Artworks) und der unverwechselbaren Werkverzeichnis-Nummer auf der Rückseite ausgestattet, und der Preis versteht sich inklusive sachgerechter Verpackung und versichertem Versand an die von Ihnen gewünschte Adresse.

Auflage: je Farbe 200 Exemplare, nummeriert und handsigniert.
Format: 29,7 x 42,0 cm (satinierter Kunstdruck-Karton, 200g).

P.S.: Mein gesamtes "grafisches Manifest", dem das Bogart-Motiv als Titelgrafik dient, können Sie nach wie vor in meiner ArtGallery (Kopfleiste) besichtigen. Und hier: "GROUND ZERO".

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    "SEPTEMBER ELEVEN" - PORTFOLIO (alle 5 Grafiken)  € 145,--

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Ich wünsche viele besinnliche Momente
mit diesem grafischen Denkmal!